Regularien

Grundsätzliches

Auf dem Karlsruher Schul-Robotik-Cup werden Wettkämpfe in zwei Disziplinen ausgetragen: „Rettungsroboter“ und „Einparkroboter“.

Die Wettkämpfe werden ausgetragen, wenn sich mindestens drei Teams je Disziplin bewerben. Jede Schule darf mit mehreren Teams (auch in derselben Disziplin) antreten. Ein Team sollte aus mindestens zwei Schülerinnen bzw. Schülern (bis max. 19 Jahre) und einem Betreuer bestehen. Eine Betreuerin bzw. ein Betreuer darf auch mehrere Teams betreuen.

Regularien Rettungsroboter

(Aktuelle FAQ zum Rettungsroboter)

Gemäß den Regularien des RoboCup Junior Rescue A ist ein selbstständig fahrender Roboter zu entwickeln, der einer (teilweise unterbrochenen) Spur folgen, Hindernissen auf seinem Weg ausweichen und kleine „Bumper“ überfahren kann. Er muss eine Rampe mit 25° Steigung überwinden, an Kreuzungen korrekt abbiegen und im „Zielraum“ ein Objekt finden, aufnehmen und auf einem Podest abstellen können (Deutsche Fassung der Regularien).

Die Punktevergabe für die erfolgreiche Lösung der einzelnen Herausforderungen dieser Disziplin haben wir in einem Wertungsblatt für die Juroren zusammengefasst.

Wettkampfarena Rescue A

Wettkampfarena Rescue A

Regularien Einparkroboter

(Aktuelle FAQ zum Einparkroboter)

Nach den Regularien des Carolo-Cup Junior der Universität Braunschweig ist ein lenkbares Fahrzeug zu entwickeln, das entlang eines Straßenstücks eine Parklücke entdeckt und dort in maximal zwei Zügen parallel zur Fahrbahnmarkierung einparkt – ohne ein Objekt zu berühren.

Die Fahrzeuge sollen etwa im Maßstab 1:10 konstruiert werden. Es sind nur zwei Achsen erlaubt: eine lenkbare Vorderachse und eine Hinterachse. Der Radstand muss mindestens 200 mm betragen. Die Spurweite, gemessen von Reifenmitte zu Reifenmitte, muss mindestens 160 mm betragen. Die Höhe fester Fahrzeugaufbauten über der Fahrbahn darf 300 mm nicht überschreiten. Die Prüfung der Fahrzeughöhe erfolgt bei der Fahrzeugabnahme durch die Wettbewerbsleitung.

Die Energieversorgung ist mit Akkus zu realisieren. Diese dürfen zwischen den einzelnen Wettkampf-Läufen ausgetauscht werden. Wie im realen Straßenverkehr auch, sollen mit bestimmten Lichtsignalen die Fahrmanöver visualisiert werden: Am Fahrzeugheck müssen sich drei deutlich erkennbare Bremslichter befinden. Es sind aktive Bremseingriffe zu signalisieren. Auf jeder Seite vorne und hinten ist je eine gelbe/orangene Leuchte anzubringen. Diese sind beim Einparken auf der entsprechenden Seite blinkend (1 Hz mit 50 % Tastverhältnis) zu verwenden.

Parallel zu einem geraden Straßenabschnitt verläuft auf der rechten Straßenseite ein 300 mm breiter Parkstreifen, auf dem Hindernisse stehen, die am Boden fest befestigt sein können. Deren der Straße zugewandte Seiten befinden sich 30 mm – 200 mm von der rechten, weißen Linie des Fahrstreifens entfernt. Die Abstände zwischen den Hindernissen betragen bis zu 400 mm. Die Hindernisse sind mindestens 100 mm hoch und lang. Die Straße und die Parkstreifen befinden sich in der Ebene. Die Straße ist direkt hinter dem Parkstreifen durch Hindernisse blockiert.

Die in beliebiger Reihenfolge verteilten Parklücken haben eine Länge von 600 mm, 700 mm oder 800 mm und eine Breite von 300 mm. Je nach verwendeter Parklückenlänge werden unterschiedliche Punkte erreicht. Jede Parklückenlänge ist innerhalb des Parkstreifens mindestens einmal vorhanden. Die Parklücke wird links von der weißen Linie der Straße und rechts von einer weiteren durchgezogenen weißen Linie abgegrenzt, die ebenfalls 20 mm breit ist. Nach vorne und hinten sind die Parklücken durch Hindernisse begrenzt.

Mögliche Anordnung der Parklücken am Straßenabschnitt (Quelle: Uni Braunschweig)

Mögliche Anordnung der Parklücken am Straßenabschnitt (Quelle: Uni Braunschweig)

Das Fahrzeug soll auf einer geraden Straße – fahrend auf der rechten Straßenseite – eine passende Parklücke finden und in diese berührungslos und möglichst schnell einparken. Das Fahrzeug startet auf einem ca. 6000 mm langen geraden Straßenabschnitt an einer weißen 40 mm breiten Startlinie, indem ein Taster am Fahrzeug von einem Juror betätigt wird. Es fährt an den rechts stehenden Hindernissen auf der Suche nach einer ausreichend langen Parklücke entlang. Sobald die Parklücke gefunden wurde, muss das Einparken mit dem Blinker signalisiert werden. Sobald das Parkmanöver beendet ist, muss das Ende durch Aufleuchten aller Fahrtrichtungsanzeiger angezeigt werden. Bremsvorgänge werden durch Aufleuchten der Bremslichter signalisiert.

Bemaßung des Straßenabschnitts (Quelle: Uni Braunschweig, Regularien Carolo-Cup Junior)

Bemaßung des Straßenabschnitts (Quelle: Uni Braunschweig, Regularien Carolo-Cup Junior)

Jedes Team muss mehrere Einparkversuche absolvieren. In jedem Durchlauf treten alle Teams in vorgegebener Startreihenfolge an.

Die Einparkzeit wird vom Losfahren an einer Startlinie bis zum 3-maligen Aufblinken aller Fahrtrichtungsanzeiger ermittelt.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Punktevergabe:

Funktionstest Punkte
Bremslichter (max. 3) je 5 Pkt.
Blinker (max. 4) je 5 Pkt.
Fahrstrecke Punkte
kein Seitenstreifen wurde überfahren 30 Pkt.
Mittellinie nicht überfahren 30 Pkt.
Keine Lücke gefunden Punkte
Fahrzeug stoppt vor Hindernissen 10 Pkt.
… mit Bremslichtanzeige 5 Pkt.
Einparkvorgang Punkte
maximal 30 Sek. 30 Pkt.
in maximal zwei Zügen 20 Pkt.
… in 60 cm-Lücke 60 Okt.
… in 70 cm-Lücke 40 Pkt.
… in 80 cm-Lücke 20 Okt.
steht innerhalb weißer Linien 20 Pkt.
hat kein Hindernis berührt 10 Pkt.
max. 5°-Winkel zum Seitenstreifen 25 Pkt.
mind. 1 cm zum nächsten Hindernis 10 Pkt.
mit Bremslichtanzeige (bis zu 3x) je 5 Pkt.
mit korrektem Blinken 5 Pkt.
mit Aufblinken nach Einparkvorgang 5 Pkt.

Die Durchläufe werden jeweils getrennt gewertet. Die Punkte der drei besten Durchläufe werden summiert. Bei Punktgleichstand entscheiden die Einparkzeiten: das schnellere Team gewinnt.

Die Punktevergabe in dieser Disziplin haben wir in einem Wertungsblatt für die Juroren zusammengefasst.